Kommentar: Pokémon GO – Muss das sein?


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Aktuell ist ein Spiel mehr in den Medien als es je ein anderes war. Die Rede ist natürlich von Pokémon GO. Am Anfang wollte ich Euch hier das Spiel im üblichen Stil vorstellen, doch nachdem ich das Spiel ein paar Tage getestet habe, muss ich meinen Plan wohl ändern und meine Meinung hier kundtun.

Fangen wir ganz vorne an. Pokémon GO ist der dritte Versuch von Niantic, einer ehemaligen Tochterfirma von Google, ein Augmented-Realitiy Spiel auf dem Markt zu etablieren. Der erste Versuch, Ingress, brachte durchaus den gewünschten Erfolg, doch das nächste Spiel „Endgame“ wurde ein Flop. Noch vor dem Release wurde das Projekt abgebrochen. Also musste ein neuer Hit her, gerade jetzt, wo Niantic eigenständig wirtschaftet. Da kam Nintendo wie gerufen. Zusammen mit Niantic wurde Pokémon GO geboren.
Im Prinzip lehnt das Spiel an die früheren GameBoy-Titel an. Es geht darum, Pokémon zu fangen, zu leveln und in Arenen gegeneinander kämpfen zu lassen. Eigentlich recht amüsant, immerhin muss man auch an die frische Luft.
Doch warum habe ich dann etwas gegen das Spiel auszusetzen? Das möchte ich Euch an drei wesentlichen Punkten erläutern.

Der Hype

Schaut man sich die letzten Tage in Google News oder Facebook um, dann sieht man fast nichts anderes mehr als Pokémon GO. An jeder Ecke wird einem erzählt, wie „toll“ das Spiel doch sei, wie man sich das Spiel einfacher gestalten kann und Welt.de fragt auch „Ist Pokémon GO das gefährlichste Spiel der Welt?„.

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Doch ist der Hype denn gerechtfertigt? In sozialen Netzwerken rufen Leute zum Bewerfen von Spielern mit Steinen auf und Jugendliche prügeln sich um virtuelle Monster. Dies kann und dies will ich nicht gut heißen. Vor allem, weil dieses schlechte Verhalten auch direkt Auswirkungen auf Ingress hat. So wurden für Pokémon GO ein Drittel aller Ingress Portale genommen und für das Spiel als PokeStops oder Arenen verwendet. Durch das stark erhöhte Aufkommen an Spielern beschweren sich bereits erste Anstalten wie das Holocaust-Denkmal. Das Problem: Auch das Ingress Portal wird daraufhin gelöscht. Pokémon GO Spielern sollte dies recht egal sein, denn den Spielfluss stört es nicht. Uns Ingress Spielern stört es. Wir können mit den Portalbildern Mosaike bauen, die im Profil sichtbar werden. Diese Mosaike werden durch das willkürliche Löschen der Portale zerstört.

Das Belächeln

Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, wo ich mit Ingress angefangen habe und mit einem recht komischen Laufmuster durch die Innenstadt gerannt bin. Es dauerte natürlich nicht lange, bis man darauf angesprochen wurde. Selbst die Polizei wurde schon auf Ingress Agents aufmerksam. Man wurde belächelt, dass man so ein Spiel spielt und jetzt ist es „der neueste Scheiß“. Und ja, es macht mich sauer. Auf einmal ist es total normal und hip mit dem Handy stockend durch die Gegend zu laufen. Keiner wird mehr dafür angemacht oder schief angeschaut. Dies ist einer der größten Punkte, die mich an dem ganzen Hype rund um Pokémon GO stören.

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Das Potential

Aber natürlich trägt auch die App maßgeblich zu meiner Enttäuschung bei. In den GameBoy Versionen spielte man in einer kleinen, mit feinen Details durchzogenen Welt. Man lief durch hohes Gras und an kleinen Städten vorbei. Und heute? Da wird Google Maps genommen, ein Layer darüber geworfen und eine virtuelle Figur hingeklatscht, die meist wild im Kreis rennt, da das GPS wieder einmal nicht korrekt funktionieren will. Dabei sollte Niantic durch Ingress mittlerweile genug Erfahrung gemacht haben. Warum überhaupt die selben Fehler wieder begangen wurden, vermag ich nicht zu sagen.
Wieso war es nicht möglich, auf das Handy hohes Gras zu zaubern oder die Gebäude, die Google Maps sowieso vorgibt, mit virtuellen PokeShops oder kleinen Städten zu füllen. Etwas mehr Liebe zum Detail hätte dem Spiel nicht geschadet. Auch das Fangen der kleinen Monster ist zu einfach. Musste man früher noch gegen die Pokémon kämpfen und seine Angriffe strategisch planen, so reicht es heute, die typische „Wisch“-Geste auszuführen und damit einen Pokéball zu werfen, der einem im Spiel massenweise hinterher geworfen wird. Man muss mit seinem Inventar nicht haushalten und dies macht das Spiel schlicht zu einfach. Schade, dabei hätte das Spiel so viel Potential gehabt!

Fazit

Zum Abschluss kann ich sagen, dass ich vom dem Spiel enttäuscht bin. Am Ende ist Pokémon GO nichts anderes als ein billiger Abklatsch von Ingress, nur mit einem anderen Design. Es gibt nichts neues und die Liebe zum Detail, die bei Ingress noch vorhanden war, ist komplett verloren gegangen. Vielleicht hätte Niantic mal die Beta Phase länger gestalten sollen und wieder auf Invite-Codes setzen müssen. Schade. Chance vertan.

Pokémon GO
Pokémon GO
Entwickler: Niantic, Inc.
Preis: Kostenlos+

Pokémon GO
Pokémon GO
Entwickler: Niantic, Inc.
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Ingress Prime
Ingress Prime
Entwickler: Niantic, Inc.
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Ingress Prime
Ingress Prime
Entwickler: Niantic, Inc.
Preis: Kostenlos+

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