Mit dem e-Roller durch Berlin – Spaß auf der letzten Meile

Leihbare e-Tretroller sind aktuell das Gesprächsthema in deutschen Großstädten wie Berlin, Hamburg oder München. Wir sind mit den e-Rollern von „circ“ durch Berlin gefahren und hatten eine Menge Spaß.

Seit einigen Wochen sind e-Roller in Deutschland zugelassene Verkehrsmittel. Und nun stehen die Roller verschiedenster Anbieter in Massen in Deutschlands Großstädten. In Berlin sogar zu Haufen an jeder Ecke. Wir haben das Angebot von „circ“ ausprobiert. Die Erfahrungen sind aber auf die Angebote von anderen Anbietern wie „voi“, „Lime“ oder „tire“ übertragbar. Auch die Apps unterscheiden sich kaum voneinander.

Mit dem e-Roller von „circ“ durch Berlin.

Für E-Scooter ist kein Führerschein nötig, allerdings muss man zur Miete eines E-Rollers gemäß der AGB mindestens 18 Jahre alt sein. Das Fahren ist nur auf Fahrradwegen oder der Straße erlaubt, Gehwege sind tabu mit dem e-Roller. Das Tragen eines Helms wird empfohlen, ist aber nicht vorgeschrieben. Es gilt die StVO.

Alles per App

Am Anfang der e-Roller-Erfahrung steht immer eine App. Also ab in den Play Store oder App Store um dort die „circ“-App herunterzuladen. Anschließend öffnen wir die App und müssen zunächst der App die Berechtigung erteilen unseren Standort nutzen zu dürfen. Denn im Zentrum der App steht eine Karte auf der alle e-Roller von „circ“ auffindbar sind.

Download für Android:

Circ - Elektro-Roller Sharing Mobility App
Circ - Elektro-Roller Sharing Mobility App

Download für iOS:

Circ - E-Scooter Sharing
Circ - E-Scooter Sharing
Entwickler: LMTS Germany
Preis: Kostenlos

Um „circ“ nutzen zu können melden wir uns mit unsere Handynummer an, bestätigen die AGB und Datenschutzhinweise – die wir natürlich vorher gelesen und verstanden haben – und geben den SMS-Code zur Verifikation ein. Anschließend verraten wir „circ“ noch Vor- und Nachname sowie unsere E-Mail-Adresse.

Endlich sehen wir unseren aktuellen Standort auf einer Karte. Doch nicht nur das: Auf der Karte sind auch alle e-Roller des Anbieters eingetragen. Aber bevor es los gehen kann müssen wir natürlich auch noch eine Zahlungsmethode hinzufügen. Jetzt aber auf zum nächsten e-Roller!

3, 2, 1… und los geht’s

Am e-Roller angekommen scannen wir mit der „circ“-App den QR-Code auf der Lenkstange ein. Wir schauen uns den Roller genauer an und bestätigen in der App, dass er in einwandfreiem Zustand ist.

Gutschein-Code: QIEZ20 gibt bei „circ“ 20 Freiminuten und erlässt einmalig die Leihgebühr.

Los geht’s: 3, 2, 1 große Schritte zum Schwung holen und beim letzten Schwung holen drücken wir rechts auf die grüne Gastaste. Und schon nimmt der e-Tretroller ordentlich Schwung auf. Der Elektromotor springt an. Gelenkt wird wie bei jedem normalen Tretroller auch durch Verlagerung des Gewichts und bewegen des Lenkers. Zum Bremsen gibt bei den „circ“-Rollern jeweils links und Rechts einen Hebel zum Bremsen.

Auf dem Berliner Alexanderplatz dürfen wir nicht fahren. Dieser ist in der „circ“-App als gesperrte Zone markiert, aber drum herum auf den Fahrradwegen und der Straße dürfen wir mit dem Roller fahren. Und das macht wirklich Spaß! Der kleine Flitzer geht ganz schön ab und kann bis zu 20 km/h schnell werden.

Da die e-Roller doch relativ klein sind, ist es allerdings schwierig darauf einhändig zu fahren. Das macht es leider fast unmöglich anderen Verkehrsteilnehmern ein Handzeichen zugeben. Wäre der Roller etwas größer und gäbe es an beiden Seiten eine Gastaste, könnte man per Handzeichen mit den anderen Verkehrsteilnehmern kommunizieren.

Nach Beendigung der Fahrt empfehlen die e-Roller-Anbieter in ihren Apps, einen Parkplatz zu suchen, der niemanden behindert. Soll heißen: Nicht auf der Straße, nicht auf dem Gehweg. Am besten dort, wo auch Fahrräder abgestellt werden können. Einige Anbieter bitten sogar ihre Nutzer ein Foto von dem geparkten e-Roller zumachen, um sicher zustellen, dass das Fahrzeug niemanden behindert und in einwandfreiem Zustand zurückgegeben wurde.

Fazit: Viel Fahrspaß, der leider auch viel kostet

Spaß hatten wir auf jeden Fall mit dem e-Roller. Der kleine Flitzer macht jedoch nur auf geraden und vor allem ebenen Flächen Spaß, denn auf Grund der Vollgummireifen merkt man doch recht schnell jedes kleine Schlagloch. Zu beachten ist vor allem aber auch der Preis: Gezahlt wird immer 1 € Leihgebühr plus 0,15 € pro Minute. Das macht bereits nach 60 Minuten 10 €.

Auch hier gibt es keine Unterscheide zwischen den Anbietern. Die Preise können jedoch ja nach Stadt variieren. Günstiger aber mit weniger Spaß verbunden sind Leihfahrräder. Dennoch machen e-Roller in der Innenstadt für kurze Wege Sinn und sind eine gute Alternative zu den oft überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln. Vor allem machen sie eine Menge Spaß!