FRITZ!Box 7590 und FRITZ!Repeater 1750E im Langzeittest

Vor etwa drei Monaten hat mir AVM aus Berlin die neue FRITZ!Box 7590 und den FRITZ!Repeater 1750E, die auf der IFA vorgestellt wurden, zugeschickt. Ich habe mir über die letzten Wochen angeschaut, wie sich die neue FRITZ!Box und der neue FRITZ!Repeater im Langzeit-Praxistest schlagen.

Die neue: FRITZ!Box 7590

Die neue FRITZ!Box 7590 ist nicht nur softwareseitig auffällig neu, sondern auch ein neues Design wurde der FRITZ!Box 7590 verpasst: Die FRITZ!Box kommt in einem wellenförmigen Design, das aus weißem und rotem Plastik besteht. Besonders auffällig ist dabei, dass die Antennen, die in den vorherigen Modellen aus dem Gehäuse ragten, jetzt in das Gehäuse integriert sind, wodurch die FRITZ!Box 7590 einen sehr stylischen und modernen Look erhält. In der FRITZ!Box 7590 sind acht Antennen verbaut. Auch neu sind die Lüftungsschlitze, die jetzt, zusätzlich zu denen an der Unterseite des Gerätes, auch in einem schmalen Streifen an der Oberseite der FRITZ!Box 7590 zu sehen sind. Auf der Vorderseite finden wir – wie bereits von den Vorgängermodellen der FRITZ!Box bekannt – die fünf Staus-LEDS mit den drei Knöpfen zum Umstellen von WLAN, DECT, und WPS.

Die FRITZ!Box 7590 verfügt über einen DSL Anschluss, zwei FON Anschlüsse, einen FON S0-, einen WAN- und viermal LAN-Anschlüsse. Ganz rechts findet sich, wie auch schon bei den Vorgängermodellen, der Stromanschluss und ein USB 3.0 A Port, an den gewöhnliche Festplatten und andere USB-Speichermedien angesteckt werden können. Durch ihn sind etwa zwei- bis viermal höhere Lese- und Schreibraten möglich als bei den Vorgängern. Ein weiterer Vorteil der neuen USB-Anschlüsse ist, dass diese jetzt auch LTE-Datensticks und Drucker unterstützen. Auf der rechten Geräteseite finden wir einen zweiten USB 3.0 A Anschluss und auf der linken Geräteseite den FON 1 Anschluss.

Lieferumfang der FRITZ!Box 7590: FRITZ!Box 7590, Netzteil, DSL/Telefon-Kabel, DSL-Kabel, LAN-Kabel, Telefonadapter, TAE-Adapter

Änderungen der FRITZ!Box 7590 im Vergleich zu den Vorgängermodellen

Neu bei der FRITZ!Box 7590 ist, dass VDSL-Supervectoring 35b unterstützt wird, mit dem Geschwindigkeiten von bis zu 300 MBit/s möglich sind. Zusätzlich lässt sich über den Gigabit-WAN Port ein Glasfaser- oder Kabelmodem anschließen. Intern im WLAN schafft die FRITZ!Box 7590 bis zu 1733 MBit/s auf dem 5-GHz-Band und 800 MBit/s auf dem 2,4-GHZ-Band. So lässt sich jeder 4K-Film ohne Probleme über das WLAN von einer NAS streamen.

Die FRITZ!Box 7590 hat mich in meinem Test voll überzeugt: Im Vergleich zu der über 10 Jahre alten FRITZ!Box 7390, die bei mir vorher zum Einsatz kam, ist die FRITZ!Box viel schneller und kann neuere Geräte viel effizienter mit WLAN versorgen. Das merkt man vor allem bei neuen Smartphones oder Laptops, die – dank der neuen FRITZ!box – merkbar schneller sind. Auch der reduzierte Stromverbrauch im Eco-Modus ist positiv aufgefallen. Hier passt die FRITZ!Box 7590 die Funkleistung an den Datenverkehr an, sodass nachts und in Zeiten, in denen wenige Geräte online sind, weniger gesendet wird.

Die FRITZ!Box 7590 im schicken, flachen Design. Hinten zu sehen: Die neuen Lüftungsschlitze auf der Oberseite.

Benutzeroberfläche und neue Mesh-Ansicht

Die Benutzeroberfläche ist weitestgehend die altbekannte. Natürlich sind aber auch mit der FRITZ!Box 7590 Features hinzugekommen, die nicht auf ältere Geräte portiert werden: Eine dieser Ansichten ist die Mesh-Heimnetzübersicht, mit der ganz genau gesehen werden kann, welches Gerät wie mit der FRITZ!Box verbunden ist. Das Highlight: Das funktioniert auch mit FRITZ!Repeatern, sodass einfach eingesehen werden kann, wie Geräte an ihre Internetverbindung kommen. So lassen sich zum Beispiel auch einfach Engpässe finden.

Die Meshansicht der FRITZ!Box 7590: Geräte, Art der Verbindung und Geschwindigkeit

Der FRITZ!Repeater 1750E

Zusätzlich zur FRITZ!Box 7590 hat AVM mir auch den FRITZ!Repeater 1750E gesendet, der ebenfalls auf der IFA vorgestellt wurde. Dieser ist ganz einfach in das Heimnetz einbindbar und lässt sich entweder über die WPS Taste oder die Benutzeroberfläche unter fritz.repeater mit dem Netzwerk verbinden. Ist der Repeater dann einmal eingerichtet, macht er keine Probleme, verlängert die Reichweite des WLANs und sorgt gleichzeitig für eine störungsfreie Übergabe der Verbindung zwischen FRITZ!Box und FRITZ!Repeater 1750E. Leider hat es in meinem Test einige Male den Fehler gegeben, dass Netzwerkanfragen nicht einwandfrei an die FRITZ!Box weitergeleitet wurden und Anfragen nie eine Antwort zurückbekamen. Das war auch der Fall, als ich den FRITZ!Repeater 1750E per LAN mit dem Netzwerk verbunden habe.

Fazit: Internet Powerhouse mit bekannter AVM-Qualität

Die FRITZ!Box 7590 lohnt sich mit einer UVP von 269,00 € für alle die, wie ich einen einige Jahre alten Router benutzen und sich für die Zukunft rüsten wollen: Mit VDSL-Supervectoring 35b, neuen Meshing- sowie Smart-Home-Funktionen ist man mit der FRITZ!Box auf jeden Fall für die Zukunft gerüstet – auch wenn zumindest hier in Berlin momentan von Supervectoring oder 300 MBits/s nur zu träumen ist. Persönlich werde ich nach dem Test auf die FRITZ!Box 7590 wechseln.

ProContra
Wenig VerbindungsabbrüchePreis
Viele Einstellungsmöglichkeiten
Gast- und Kindermodus
Viele Anschlussmöglichkeiten

Der FRITZ!Repeater 1750E lohnt sich für alle, die in einem großen Haus oder einer großen Wohnung wohnen und nicht überall besten Empfang haben. Leider kam es im Test ab und zu zu Verbindungsabbrüchen, jedoch hoffe ich, dass AVM dies mit Softwareupdates in der Zukunft verbessern kann. Eine Alternative stellt hie das Orbi-System von Netgear dar.

9.6Score9Design10Funktionalität10Geschwindigkeit9Empfang10Editor's Choice

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