BOOMPODS aquapod – Wie gut ist das “music survival kit” wirklich?

Mit diesem Bluetooth Lautsprecher, der britischen Marke BOOMPODS, stehst Du musikalisch nicht (alleine) im Regen. Dank IPX7-Zertifizierung macht dem “aquapod” auch das schlimmste Herbstwetter nichts aus und mithilfe des im Lieferumfang enthaltenen Zubehör ist er bestens für jeden Anlass gerüstet: Egal ob auf Fahrradtouren, unter der Dusche, beim Wandern, am Strand, im Garten oder, oder, oder. Aber wie gut ist das selbst ernannte „music survival kit“ wirklich?

Design, Aufbau & Verarbeitung

Funktionell. So kann man das Design des “aquapod” in nur einem Wort beschreiben. Erhältlich ist der portable Lautsprecher in den Farben orange, blau und – wie unser Testgerät – grün. Auf dem gummierten Ring, der das Gerät vor Stößen schützt, befinden sich vier Tasten, Volumen UP/Down, Play/Pause und Power, deren Druckpunkte durch die Gummierung leider unklar sind. Eine LED sowie ein Mikrofon befinden sich dort ebenfalls. An der unteren Seite des „aquapod“ befindet sich, unter einer wasserdichten Lasche, der Micro-USB-Anschluss, über den sich das Gerät mit dem mitgelieferten USB-Y-Kabel laden bzw. analog Ton übertragen lässt. Die runde Box hat einen Durchmesser von rund 9 cm, ist an der dicksten Stelle 3,5 cm breit und mit einem Gewicht von 105 g ein echtes Leichtgewicht. Auf der Vorderseite, die wie auch die Rückseite, leicht gummiert ist und sich sehr angenehm anfühlt, befindet sich der Lautsprecher. Auf der Rückseite befindet sich die Halterung für das beiliegende Zubehör. Insgesamt lässt sich das Design des kleinen Handschmeichler als schlicht, stimmig und funktionell beschreiben.

Sound

Der Klang, welcher sich gewiss nicht mit dem einer Stereoanlange vergleichen lässt, lässt leider zu wünschen übrig. So sind die Mitten und Höhen meist klar und differenziert. Basslastige Musik verliert jedoch stark an Dynamik wodurch sich der Klang dumpf und beschränkt anhört. Im direkten Vergleich ist der Sound des Anker A7908 um einiges besser, auch, wenn man die beiden Geräte auf Grund des unterschiedlichen Ausrichtungen nicht direkt vergleichen kann. Für den Musikgenuss unter der Dusche oder auf einer Fahrradtour reicht der “aquapod” dennoch vollkommen aus.
Was uns im Test aber doch sehr gestört hat sind die extrem lauten, nicht abschaltbaren und nervigen Assistenzansagen des „aquapod“ die beim Ein- & Ausschalten, beim Verbinden & Trennen der Verbindung sowie bei schwachen Akku ertönen. Unterwegs mag das nicht sonderlich stören, Verbesserung wäre in diesem Punkt aber mehr als wünschenswert. Aufgefallen ist auch, das der Sound bei voller Lautstärke sehr stark scheppert und nicht mehr zu gebrauchen ist.

Besonderheiten & Lieferumfang

AP access 3

Besonders in Anbetracht des großzügigen, bereits mitgelieferten, Zubehörs, kann man sich bei einem Preis von 50 € nicht beschweren. Neben einem USB-Y-Kabel mit integrierter 3,5 mm Klinke, einem Saugnapf, einem Karabinerhaken mit Schraubverschluss und einer Handschlaufe liegt dem “aquapod” auch eine Fahrradhalterung bei. Letztere macht ihren Job während des Tests auf einer Radtour einwandfrei. Der Lautsprecher sitzt fest und wackelt nicht. Zu loben ist auch der extrem fest haltende Saugnapf, bei dem wir lediglich eine Ablösehilfe vermissen. Ebenfalls hat uns die Qualität von Handschlaufe und Karabinerhaken überzeugt.IMG_20151019_134228
Ein Punkt, den jeder selbst beurteilen muss: Diese kleine aber raffinierte Box benötigt nur ein Kabel zum Laden und Musik übertragen. Ein Nachteil: Nicht jedes Audiokabel kann zum Übertagen von Musik benutzt werden, da die Box nur über einen Micro-USB-Eingang verfügt. Außerdem baumelt immer ein Ende des Kabels in der Gegend herum.
Auffällig und unangebracht ist jedoch das stinkende Verpackungsmaterial, dessen Geruch sich leider auch auf das Gerät und das Zubehör übertragen hat. (Nach einigen Tagen in Nutzung lässt der Gestank glücklicherweise (!) nach.)

Funktionen

Nicht nur Musik kann die kleine, runde Box wieder geben, denn sie kann auch als Freisprechanlage bspw. im Auto benutzt werden. Über die Knöpfe am Gehäuserand kann die Lautstärke gesteuert werden, die Musik gestartet und pausiert bzw. ein Anruf angenommen und beendet werden sowie das Gerät ein- und ausgeschaltet werden. Doch das Beste zum Schluss: Dank der IPX7-Zertifizierung kann das Gerät auch, wie oben bereits erwähnt, unter der Dusche oder am Strand benutzt werden. IPX7 bedeutet nämlich nicht nur Wasser- und Staubabweisend sondern: Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen. Besser gesagt: Dank IPX7 kann das Gerät beim Duschen, allerdings nicht beim Schwimmen verwendet werden. Im Test schlug sich der “aquapod” auch unter der Dusche stets wacker und erwies sich als äußerst pflegeleicht.

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Akkulaufzeit

Die vom Hersteller mit 5 Stunden beschriebene Akkulaufzeit konnte im Test bei Zimmerlautstärke übertrumpft werden. Sollte der Akku dann doch mal leer sein, so kann der “aquapod” binnen 2 Stunden voll aufgeladen werden.

Tech­ni­sche Daten auf eine Blick

Größe 8,9 x 8,9 x 3,5 cm
Gewicht 105 g
Akku 550 mAh

(bis zu 5 Std. Wiedergabe / 2 Std. für Vollaufladung)

Lautsprecher 3,5 W

100 – 18000 Hz

4 Ohm

Preis rund 50 € (Stand: November 2015)
Vertrieb COMTECH
Lieferumfang
  • Blue­tooth Lautsprecher
  • USB-Y-Kabel
  • Fahrradhalterung
  • Handschlaufe
  • Karabinerhaken
  • Saugnapf
  • Quick-Start-Guide
Bluetooth 4.0
Besonderheiten
  • IPX7-Zertifizierung
  • Mono-Lautsprecher
  • Mikrofon
  • AUX-Eingang via USB-Y-Kabel
  • Status-LED

Fazit

Am Anfang des Artikels stand die Frage, ob es sich beim “aquapod” aus dem Hause “BOOMPODS” tatsächlich um ein “music survival kit” handelt. Und ja, alles in allem trifft es diese Umschreibung doch recht genau! Eine Kaufempfehlung für alle, die unter der Dusche und bei Radtouren o. Ä. nicht auf ihre geliebte Musik verzichten können oder wollen. Der Preis von rund 50 € ist in Anbetracht des großzügigen Zubehörs fair und gerechtfertigt. Das beiliegende USB-Y-Kabel hat sowohl Vor-, als auch Nachteile, hier muss jeder selbst entscheiden. Lediglich die viel zu lauten Assistentansagen hinterließen einen durchweg schlechten Eindruck. Auch nicht von Weltklasse: Die Bluetooth-Reichweite fällt mit einem Radius von ca. 5 Metern leider recht gering aus.

Pro Contra
  • stimmiges & funktionelles Design
  • IPX7-Zertifizierung
  • Viel Zubehör
  • Robustes Gehäuse
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Schwacher Sound
  • Extrem Laute und nervige Stimme
    beim Ein- & Ausschalten, sowie
    beim Verbinden
  • geringe Bluetooth-Reichweite
  • Stinkt nach dem Auspacken fürchterlich
    nach Plastik
  • USB-Y-Kabel

7.2Score6Design6.5Sound10Zubehör7.5Preis/Leistung6Editor's Choise

zu COMTECH


Information:
Transparenz ist uns wichtig. Deshalb möchten wir euch nicht vorenthalten, dass uns das Testgerät freundlicherweise von BOOMPODS zur Verfügung gestellt wurde. Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass dieser Umstand selbstverständlich keinerlei Auswirkung auf unser Testergebnis hat. Bei RooBoo AppReviews & Magazin liest Du keine gekauften Texte sondern immer die ehrliche Meinung unserer Autoren. Das liegt uns sehr am Herzen.

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