Preis-Leistungs-Tipp zu Weihnachten: Zenfone 6

ASUS kennt man eigentlich von guten Computern oder Servern. Doch auch in der Smartphone-Sparte sind die Taiwanesen gut vertreten. Das Zenfone 6 überzeugt durch eine umklappende Kamera, die gute Fotos schießt, sowie eine lange Akkulaufzeit und das zu einem Preis, der keinesfalls dem eines Oberklasse-Smartphones entspricht.

Das Zenfone 6

Das Zenfone 6 ist auf den ersten Blick ein recht unscheinbares Smartphone, bis man die Rückseite betrachtet. Auf der Vorderseite finden wir ein 6,4” Full HD IPS Display, welches an allen Seiten mit einem nur sehr schmalen Rand an die Seiten des Zenfone 6 reicht. Links finden sich An-/Aus-Knopf, Lautstärkewippe und ein Google-Assistant Knopf. Unten gibts – zur Freude vieler – einen Klinkenstecker für Kabelkopfhörer und den USB-C Ladeport. Die Rückseite ist beim Zenfone 6 wohl am interessantesten, denn hier findet sich eine Kamera, die man auf die Vorderseite umklappen kann. Zudem befindet sich hier der Fingerabdrucksensor.

Display
6,4” Full HD+ (2340×1080) IPS Display
Prozessor Qualcomm® Snapdragon 855
Speicher 6 GB/8 GB RAM + 64 GB/128 GB/256 GB Speicher
Kamera
Sony IMX586 48 MP, 12 MP Weitlinse
Akku 5000 mAh mit Quick Charge 4.0
Maße 159,1 x 75,44 x 8,4–9,1 mm
Sensoren Rückwärtiger Fingerabdrucksensor (entsperren in 0,3 s, unterstützt 5 Fingerabdrücke), Gesichtserkennungssensor, Beschleunigung, E-Kompass, Näherung, Umgebungslicht, Gyro-Sensor (unterstützt ARCore), Laser-Autofokus, Hall-Sensor
Anschlüsse USB 3.1 GEN1, Type-C
3,5 mm Klinken-Audio-Stecker
Dual Nano-SIM Slot

 

Die ausgeklappte Kamera des Zenfone 6

Funktionen des Zenfone 6

Das Zenfone 6 ist mit dem ASUS ZenUI 6 Android Skin ausgestattet und basiert auf Android 9. ASUS hat dabei Android weitestgehend unberührt gelassen und nur mit nützlichen Funktionen erweitert. So gibt es zum Beispiel einen Handschuh-Modus, einen Equalizer um Musik auf den eigenen Geschmack anzupassen, einen Screenrecorder oder eine FM-Radio-App, die eigentlich schon längst ausgestorben sind.

Fingerabdruck-Sensor und umklappende Kamera.

Die Batterie des Zenfone 6 hat in meinem Test unglaublich lange gehalten: Am Ende eines vollen Tages von Handynutzung hatte ich nie weniger als 50 % Akku und das bei Musik, Internet-Surfing und Bluetooth-Nutzung. Da das Zenfone 6 QuickCharge 4.0 unterstützt lädt das Handy mit einem kompatiblen Ladegerät schneller, leider aber nicht so schnell wie wir es von anderen Herstellern wie OnePlus kennen. Auch überzeugt das Zenfone 6 zwar mit einem vorhandenen Fingerabdruck-Sensor, leider ist dieser aber nicht ins Display eingelassen.

Das Display ist ein 2340 x 1080 px IPS Display, welches anders als bei vielen Konkurrenten kein OLED-Display ist. So lassen auch Helligkeit und Blickwinkel etwas zu wünschen übrig. Die Farben stellt das Zenfone 6 sehr kräftig dar, in den Einstellungen lassen sich andere Farbprofile einstellen. Dabei können auch Farbe und Sättigung völlig frei eingestellt werden. Das Display macht, auch aufgrund des Preises des Zenfone 6, also einen soliden Eindruck und konnte im Test in einigen Punkten überzeugen.

Klares Display im Zenfone 6, leider nur IPS statt OLED.

Klapp-Kamera des Zenfone 6

Dass das Zenfone 6 eine umkippende Kamera hat fällt dem interessierten Auge vielleicht nur dadurch auf, dass das Kameramodul aus einem anderen Material als das Zenfone selbst besteht und oben eine kleine Fuge zwischen dem Modul und dem Smartphone existiert. Das Kameramodul sitzt felsenfest im Smartphone und steht nicht aus dem Smartphone heraus. Lediglich die Linsen, die in einem kleinem Glas eingesetzt sind, stehen etwas heraus. Das Kameramodul besteht aus einem Sony IMX586 48-MP-Sensor und einem Ultraweitwinkelobjektiv mit einem 13-Megapixel-Sensor. Der Blitz sitzt zwischen beiden Linsen.

Ähnlich wie bei anderen Smartphones mit bewegter Kamera gibt es beim Zenfone 6 auch eine Fall-Erkennung, die die Kamera einfährt, sobald ein Fall erkannt wird.

Die Kamera hat in unserem Test gute Bilder geschossen, konnte aber nicht mit anderen Oberklasse-Smartphones mit Kamera-Fokus wie dem Huawei P30 Pro mithalten. Im Selfie-Modus liefert die Kamera jedoch bessere Fotos als wir es von anderen Selfie-Kamera gewohnt sind. In Apps wie Instagram oder Snapchat fühlt sich die Frontkamera sehr schnell an und produziert gute Bilder. Leider lassen sich in diesen Apps nicht alle Linsen und Modi nutzen.

Zenfone 6 im Selfie-Modus

Fazit: Zenfone 6 ist Top-Klasse zum Mittel-Klasse Preis

Das Zenfone 6 ist mit einem Preis 499,99 € fast schon ein Geheimtipp: Man bekommt Top Specs mit einigen vernachlässigbaren Macken wie das IPS Display statt OLED, sowie einer Kamera die meistens gute Bilder macht. Durch die umklappbare Kamera entstehen hier Selfies von Qualität, die wir von anderen Handys nicht kennen. Als Hauptkamera kann das Zenfone aber leider nicht mit einigen Konkurrenten mithalten, die ihre Software noch besser an die verbauten Kameras angepasst haben. Trotzdem hat ASUS einige Gedanken an die Software des Zenfone 6’s investiert und das Smartphone so mit einer Reihe an netten Software-Extras wie einem Handschuh-Modus oder FM-Radio ausgestattet, die man so von anderen Herstellern nicht kennt.

8.9Score9Funktionalität8Design10Software8.5Preis/Leistung9Editors Choice

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