Logitech Keys To Go – Die ultimative Tastatur für unterwegs?

Die Logitech Keys To Go Tastatur ist bereits seit 4 Jahren auf dem Markt und doch haben wir sie erst dieses Jahr entdeckt. Es handelt sich hierbei um eine besonders leichte und mobile Tastatur für iOS und Android Geräte (je nach Ausführung). Wir haben die Tastatur zwei Wochen lang getestet und berichten nun unsere Erfahrungen.

Hintergrund:

Das „Smart Keyboard“ meines iPads hat in letzter Zeit seinen Geist aufgegeben. Gleichzeitig habe ich ein ziemlich gutes Angebot für eine gebrauchte Logitech Keys To Go Tastatur entdeckt und zugegriffen. Nach einer kurzen Intervention mit dem Lötkolben ist es mir jedoch gelungen, das Keyboard zu reparieren. Welche Tastatur ich nun täglich verwende, erfahrt ihr im Fazit!

Maße und Verarbeitung

Das besondere an der Tastatur sind das geringe Gewicht und die kompakte Größe. Genauer gesagt, wiegt das Gerät rund 180 Gramm und ist mit 24 cm x 14 cm x 0,5 cm ungefähr so hoch wie ein iPad (mit 10,5 Zoll Display), dafür um einiges schmaler. Bis auf den Micro-USB Port und den Ein-/Ausschalter ist die Tastatur von einem speziellen, wasserabweisenden Material umhüllt, welches sich angenehm und hochwertig anfühlt. Zusätzlich zur Tastatur gibt es auch ein kleines Dock aus Plastik. Dieses hat vorne und oben einen Schlitz. So kann die Tastatur verbunden werden und ein Smartphone oder Tablet von oben angedockt werden. Der Akku hält, wie bei den meisten Bluetooth Tastaturen heutzutage, „ewig“. 

Mit dem Dock ist die Tastatur leicht geneigt, dies führt zu einem etwas besseren Schreibgefühl.

Layout, Einschränkungen

Bei der Logitech Keys To Go Tastatur liegt der Fokus ganz klar auf Mobilität. Diese kommt jedoch zu einem teuren Preis: Das QWERTZ-Layout ist etwas zusammengepfercht. Vor allem die Tasten am Rand (Shift, Tab, Plus, Raute etc.) sind sehr eng und ohne hinzuschauen nur schwer zu treffen. Anders als bei dem Smart Keyboard von Apple sind hier alle Tasten des Alphabets (also auch Ä und Ü) gleich breit. Die Tasten selbst sind größer, der Abstand dazwischen kleiner. Die Tasten bewegen sich ungefähr so wenig, wie bei dem Butterfly Keyboard bei Macbooks. Wegen des wasserabweisenden Materials fühlen sie sich leider deutlich schwammiger an und „klicken“ nicht. Das schreiben mit der Tastatur fühlt sich etwas unpräzise an und die Tasten verlangen wesentlich mehr Druck, um einen Tastenanschlag zu registrieren. Der einzige Vorteil der Keys To Go Tastatur ist, dass sie kaum hörbar ist.

Die Tastatur ist ungefähr so groß wie das Apple Smart Keyboard Case, es gibt allerdings einige kleine Unterschiede beim Layout.

Überall mitnehmen und schreiben?

Durch das geringe Gewicht und die kleinen Maße fällt die Tastatur im Rucksack neben einem iPad gar nicht auf. Sie ist auch schnell ausgepackt und einsatzbereit, doch leider nicht überall so einfach zu verwenden. Auf dem Schoß kippt das iPad sofort nach hinten, auch das Schreibgefühl selbst ist auf einer unebenen Unterfläche sehr unangenehm. Wie bereits erwähnt ist das Material nicht wirklich rutschfest. Bei iPads der älteren generation kommt dazu das Problem, dass es sofort nach hinten fällt, wenn man den Home Button drückt. Dies ist beim originalen Smart Keyboard Case nicht der Fall. Beim neuen iPad ohne Home Button kann es auch dazu kommen, dass man den unteren Rand nur schwer erreicht, und somit die Wischgesten nicht immer auf Anhieb funktionieren.

In einer Tasche ist das Keyboard zusammen mit einem 10,5″ iPad Pro kaum spürbar.

iOS Keyboards unter macOS

Die oberste Reihe der Tastatur ist mit besonderen Funktionstasten für iOS ausgestattet (beim Android Modell sind es Android-spezifische Tasten). Diese werden leider nur teilweise von macOS unterstützt. So gibt es zwar eine Escape Taste, allerdings wird sie über eine Kombination aus der fn + „Home Button“-Taste erreicht. Diese Einschränkung ist vor allem für diejenigen, die oft Escape verwenden, recht signifikant. Beim Smart Keyboard, welches man mithilfe von Sidecar über Umwege unter macOS verwenden kann, fehlt die oberste Tastenreihe komplett.

Mittelmäßiges Schreibgefühl

Bereits ganz am Anfang fällt folgendes Problem auf: Die Tastenanschläge werden nicht immer registriert. Der Toleranzbereich ist deutlich geringer, als bei herkömmlichen Tastaturen. Wenn man also nur den Rand einer Taste erwischt, oder sie nicht ganz durchdrückt, sieht man auch keine neuen Buchstaben auf dem Bildschirm. Dies wird vor allem bei Schreibtests wie z. B. 10fastfingers.com eindeutig. Im Vergleich zum Apple Smart Keyboard ist die Schreibgeschwindigkeit geringer und der Fehleranteil höher. Mit etwas mehr Übung sollte es auch besser gehen, wer jedoch einfach ein besseres Schreibgefühl haben möchte, sollte bei der Konkurrenz vorbeischauen.

Die Tasten sind leider sehr flach und haben nur schwaches Feedback.

Fazit: Form over Function geht bei Werkzeugen leider nicht

Ein primärer Grund, wieso ich die Tastatur gekauft habe, ist das Design. Sie sieht wesentlich eleganter und schlichter als das Smart Keyboard Case aus. Dieser Review wurde zur Hälfte auf der Logitech Keys To Go und dem Apple Smart Keyboard Case geschrieben. Leider gewinnt das Keyboard Case in Sachen Genauigkeit und Leichtigkeit beim Schreiben eindeutig. Ein großer Fehler beim Logitech Produkt ist das besondere, wasserabweisende Material. Beim Schreiben gehen so oft Buchstaben verloren – eine etwas unangenehme Eigenschaft. Das Produkt eignet sich für den vorgesehenen Verwendungszweck nur mäßig. Auf dem Schoß kann nicht getippt werden und auch auf dem Tisch wirkt das Schreiben schwieriger, als es eigentlich sein könnte. Das verkleinerte Layout hilft zwar bei der Mobilität, wir könnten uns jedoch mit einer „Laptop“ Größe und verbessertem Feeling einen wirklich starken Konkurrenten zum offiziellen Apple Keyboard sehen. Bis dahin bleibt das originale Smart Keyboard von Apple mein Begleiter im Alltag.

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7.9Score7Funktion9Design7Kompatibilität9Mobilität7.5Editor's Choice

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