Flaschenpost – Wieso noch schleppen?

Wieso noch schleppen? – Das ist die Frage, die Flaschenpost Dir stellt. Lieferdienste sind zwar im Jahr 2020 wirklich nichts Neues mehr, aber Getränke liefern war bis vor zwei, drei Jahren einer der Teilbereiche der Lebensmittelindustrie, die nicht schon längst von Lieferservices durchzogen waren. Anbieter, wie der lokale Getränkehandel oder Supermarkt, waren oft unpraktisch und aus der Zeit gefallen. Flaschenpost versucht es anders zu machen. 

Die Konkurrenz

Den REWE Lieferdienst gab es und Getränke Hoffmann hat auch geliefert. Die Probleme: Der erste Dienst beschränkte die Anzahl lieferbarer Kästen zumeist auf fünf Stück und hohe Liefergebühren kamen auf den Nutzer zu. Der zweite Dienst war oft nur auf absolute Großbestellungen ausgerichtet. Für den Gebrauch als Alternative zum Getränke holen für eine Party war das kaum geeignet. In die Kurve schlägt Flaschenpost: Ein Dienst, der Getränke zu Supermarktpreisen, Lieferungen in zwei Stunden und keine Liefergebühren verspricht.

Flaschenpost liefert seit 2014 Getränke aus. Nachdem der Dienst aufgrund von Überforderung wieder eingestellt wurde, wurde der Dienst 2016 wiedereröffnet. Durstexpress hingegen gibt es seit 2018 und wurde ursprünglich als Konkurrenz zu Flaschenpost gegründet. Seit 2020 gehört Flaschenpost demselben Konzern, wie auch Durstexpress: Dr. Oetker. – Übrigens: Dr. Oetker hält auch Getränke Hofmann als Tochter im Konzern.

Was kann die App?

Sie kann ein Shopsystem darstellen. Das ist es auch schon im Prinzip. In dem übersichtlichen Shop lassen sich leicht die Getränke der Wahl aussuchen. An der ein oder anderen Stelle wünscht sich mancher vielleicht ein noch größeres Sortiment. Einen Durchschnittssupermarkt deckt Flaschenpost allerdings schon ganz gut ab. Mit der Vielfalt einer großen Einkaufshalle oder Getränkehändlers kann Flaschenpost allerdings nicht mithalten. Dies gilt auch für die Preise. So wirbt Flaschenpost zwar mit Supermarktpreisen, aber dies scheint nur für die Getränke im Sonderangebot zu gelten. Bei allen anderen Kästen merkt man, dass die kostenlose Lieferung auf den Preis aufgeschlagen wird. Ein guter Service darf letztlich auch etwas kosten.

Einmal bestellt, zeigt die App den Lieferstatus und schickt Push-Benachrichtigungen über den aktuellen Status der Lieferung. In unseren mehrfachen Tests konnte Flaschenpost leider die versprochenen 120 Minuten Lieferzeit nicht immer einhalten. Lieferzeiten von bis zu 3 Stunden sind bei diesem Werbeversprechen tatsächlich einfach zu lang. Zumindest gibt es als Entschuldigung einen Gutschein, der beim nächsten Mal genutzt werden kann. Flaschenpost holt bei einer Lieferung direkt auch das Pfand ab.

Fazit: Flaschenpost ist für die Bequemen

Es ist schon ein wenig lustig, dass Flaschenpost, sein ärgster Konkurrent – Durstexpress – und auch althergebrachte Unternehmen, wie Getränke Hoffmann jetzt alle unter demselben Dach sitzen. Nichtsdestotrotz macht Flaschenpost in seinem Service und Auftritt auf mobilen Firmen einiges sehr viel anders als die Konkurrenz. Flaschenpost bietet einen Service an, der zwar ein wenig teurer ist, als der Kauf im Supermarkt, aber tatsächlich viel Ärger ersparen kann. Man muss allerdings immer damit rechnen, dass die Werbeversprechen, wie bspw. die Lieferzeit innerhalb von 2 Stunden so nicht ganz einzuhalten sind. Flaschenpost hat ein überzeugendes Angebot auch auf mobilen Plattformen hingelegt, dass durch ein noch größeres Sortiment noch spannender werden könnte.

7.4Score8Funktion7Bedienung7Design8Umfang7Editor's Choice

flaschenpost
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Entwickler: flaschenpost SE
Preis: Kostenlos

‎flaschenpost
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Preis: Kostenlos