[Tür 17]: ARCHOS Drohne – Wir gehen in die Lüfte

Wer würde nicht einmal gern sein Heimatdorf oder seine Heimatstadt von oben sehen oder wie ein Pilot durch die Lüfte schweben? Dann ist dieser Artikel vielleicht Dein günstiger Einstieg in die Welt der Drohnen.

Verpackung und Verarbeitung

Die ARCHOS Drohne kam in einem typischen Packkarton angeflogen, welcher mittels Plastik getrennt die einzelnen Teile enthielt. Die Befestigung durch „Plastik- Seilchen“ kenne ich noch aus meiner Kinderzeit. Dort war dies immer bei dem günstigen Spielzeug so. Doch obwohl ARCHOS wohl ein wenig an der Verpackung gespart hat, hat es die Drohne in sich.

Die Drohne kommt im klassischen Plastik und hat nur das Nötigste an Gewicht verbaut. So kommt es, dass sie mit 135 g ein echtes Leichtgewicht darstellt. Im Lieferumfang ebenfalls enthalten ist, neben der Drohne, eine Fernbedienung, in welche man sogar sein Smartphone einstecken kann. Doch dazu später mehr. Rotorenschützer zum Anbauen sind auch enthalten. Die Standfüße müssen einmal mit dem mitgelieferten Schraubendreher montiert werden. Dies ist umständlich und hätte man sicher besser lösen können.

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Die Drohne von vorne.

Technische Daten

Gewicht:135g
Kamera:1MP, HD
Maße: 36 x 36 x 11 cm
max. Höhe:50m
max. Geschwindigkeit:horizontal: 7,7 m/s
vertikal: 1,6 m/s
Speicher:4GB (microSD, mitgeliefert)

Das Fliegen

Kommen wir nun zum wichtigsten Abschnitt, in dem es sich darum handelt, wie das Flugverhalten der Drohne ist. Gesteuert werden kann die Drohne entweder mittels der Fernbedienung oder einer App auf dem Smartphone. Da die Steuerung mit der App aber sehr unschön ist, was eindeutig an dem virtuellen Joystick liegt, lassen wir dies hier außen vor. Dennoch wird die App noch einen hohen Stellenwert im weiteren Text haben.

Nach dem ersten Start ist es nicht verwunderlich, wenn die Drohne in der Luft torkelt wie ein gestandener Mann nach einer Kneipentour. Denn man sollte als erstes die Drohne kalibrieren. Dabei steuert man in kleinen Schritten die Drohne in den Stillstand in der Luft. So kann man vorherrschenden Wind ausgleichen, was für den weiteren Spaß sehr wichtig ist. Diesen Vorgang nennt man übrigens „Trimmen“.

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Der Controller kommt mit Sonnenschutz.

Nach dem Trimmen ist es nun möglich, das Flugobjekt wie eine Feder durch die Luft zu bewegen oder – wie in unserem Test – die Drohne erstmal wie einen besoffenen Vogel durch den Himmel zu manövrieren. Glücklicherweise brauchten wir nur eine halbe Stunde, um die Flugeigenschaften zu erkennen und konnten dann gekonnt steuern. Blöd nur, dass man für eine halbe Stunde Flugzeit drei Akkuladungen braucht, wenn nicht sogar mehr. Denn der Akku hält nur maximal 10 Minuten. Glücklicherweise hat uns ARCHOS gleich drei Akkus zur Verfügung gestellt. Da ein Akku aber fast zwei Stunden zum Laden braucht, sollte man seine Flugzeiten penibel planen.

Aber zurück zum Fliegen. Die Drohne beherrscht grundlegend zwei Flugmodi: „Normal“ und „Professionell“. Wie der Name schon sagt, richtet sich der Zweitere an erfahrenere Piloten, da dort die Drohne sehr sensibel auf Eingaben reagiert. Wir haben uns nach einer Woche auch an diesen Modi getraut und waren überrascht, was für tolle Flugmanöver man so fliegen kann.
Im „Normalen“ Modus reagiert die Drohne dennoch fix, worüber wir allgemein sehr positiv überrascht waren. Einen eigenen Modi für Drehungen bringt die Drohne auch mit, welcher allerdings nicht so richtig beherrschbar war. Vielleicht fehlte uns auch nach mehreren Wochen einfach die Übung…

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Von oben wirkt die Drohne qualitativ hochwertig.

Um auch von oben tolle Fotos schießen zu können, kommt die ARCHOS Drohne mit einer 1 MP Kamera, welche in HD auflöst (Randnotiz: HD mit einem Megapixel sieht gewöhnungsbedürftig aus). Über die mitgelieferte App können so Fotos und Videos aufgenommen werden. Da man (und jetzt kommen wir zum interessanten Teil) das Smartphone in eine Halterung auf der Fernbedienung einstecken kann, ist es möglich, in einem FPV Modus zu fliegen. Ihr seht dann auf dem Smartphone das aktuelle Kamerabild der Drohne. Natürlich ist dieses etwas schlechter als die direkten Aufnahmen, immerhin muss das Bild live per WLAN auf Euer Handy projiziert werden. Aber es macht einfach höllisch viel Spaß wie ein Vogel über Felder oder das eigene Grundstück zu fegen.

Achte bitte immer darauf, dass eine zweite Person die Drohne im Auge behält, solange Du nur im FPV fliegst!

Hier könnt ihr Euch jetzt einen eigenen Eindruck von der Qualität der Aufnahmen machen. Diese Aufnahme entstand bei meinem zweiten Flugversuch.

Fazit: Ab in die Lüfte!

Für gerade einmal 99 € bekommt man eine Drohne, die sich echt sehen lassen kann. Die Verarbeitung ist solide, das Kamerabild für diesen Preis in Ordnung und das Flugverhalten wunderbar. Nur der Akku stört. Ernsthaft, der stört ziemlich. Kauft Euch auf jeden Fall gleich zwei oder drei Extra.Akkus bei ARCHOS.

ProContra
günstiger PreisKamera nur manuell schwenkbar
gut verarbeitetschlechter Akku
gutes Flugverhalten

8.4Score8Verarbeitung8Design9Flugverhalten8.5Editor's Choice

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Transparenz ist uns wichtig. Deshalb möchten wir Euch nicht vorenthalten, dass uns das Testgerät freundlicherweise von ARCHOS zur Verfügung gestellt wurde. Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass dieser Umstand selbstverständlich keinerlei Auswirkung auf unser Testergebnis hat. Bei APPkosmos.de liest Du keine gekauften Texte, sondern immer die ehrliche Meinung unserer Autoren. Das liegt uns sehr am Herzen.

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