Nextbit Robin – „Das Smartphone der Zukunft“?

Neue Firmen versuchen ihre Produkte über Kickstarter, eine Seite, auf der man sich an der Finanzierung neuer Projekte beteiligen kann, zu finanzieren. Bekannte Kickstarter-Produkte, wie Pebble, konnten so sogar über eine Million Dollar für ihr Projekt einfahren. Und genau dies möchte Nextbit mit dem “Robin”, ein schickes und etwas spezielles Smartphone, erreichen. Worum es sich dabei handelt, erfahrt ihr hier!

Nextbit ist eine Firma von „Andersdenkern“, die früher bei bekannten Firmen, wie z. B. HTC gearbeitet haben. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, ein Flagship-Smartphone mit guten Spezifikationen auf den Markt zu bringen, welches, genau wie das OnePlus Two, das Preisschild im Hinterkopf behält. Eine Besonderheit, die sich Nextbit mit dem Robin gesetzt hat, ist die Verbannung von Speicherplatzproblemen. Doch dazu später mehr.

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Allgemeines

Das Robin ist ein Smartphone mit so gut wie keinen Kurven und bietet einen großen Bildschirm, mit verhältnismäßig kleinen Bezels (Bildschirmrändern). Am oberen und unteren Ende findet man beim Robin jeweils einen breiten Balken, welcher Lautsprecher, Kamera und ein Mikrofon beinhaltet. Neben den bekannten Buttons, wie einer Lautstärkewippe und einem Power-Button, findet man auf der Rückseite vier kleine LED-Leuchten, die sich unter einer aufgedruckten Wolke befinden. Diese zeigen den verwendeten Speicher hardwareseitig an, was für ein Smartphone sehr untypisch ist.

Besonderheiten

Beim Robin gibt es eine Besonderheit, die das Handy von allen anderen Smartphones unterscheiden soll. Mit dem Robin wird eine Software geliefert, die das Nutzungsverhalten von Apps analysiert und Apps, die nicht oft genutzt werden in die Cloud „abgeschoben“. Mit dem Robin bekommt man 100 Gigabyte Cloudspeicher auf den Nextbit-Servern. Mit den 32 GB internem Speicher hat man somit 132 Gigabyte Speicherplatz zur Verfügung, von denen die 100 GB zur Auslagerung von großen, ungenutzten Dateien bereitstehen. Dabei verspricht Nextbit, dass Dateien nur im WLAN oder, bei aktivierter Option, auch über Mobilfunknetze hoch- bzw. heruntergeladen werden können. So verbraucht das Nextbit nicht den ganzen Mobilfunkvertrag.

Ist eine App oder Datei ausgelagert, wird sie ausgegraut. Möchte man diese Datei nun öffnen, wird sie innerhalb von Sekunden vom Server heruntergeladen und ist verfügbar. Gleiches gilt auch für Apps, wobei hier zu sagen ist, dass auch App-Daten bei Nextbit gespeichert werden. Dies lässt sich am Besten anhand eines Beispiels erklären: Spiele ich z. B. einmal pro Monat ein paar Runden “Subway Sufers”, so werden die Spielstände mit der App in die Cloud geladen. Möchte ich im nächsten Monat ein paar Runden spielen, werden die Spielstände neben der App ebenfalls heruntergeladen.

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Spezifikationen

Beim Nextbit Robin kommt ein Snapdragon 808 zum Einsatz. Der Prozessor ist leider nicht mehr der neuste, neigt aber nicht zur Überhitzung, weshalb die Entscheidung von Nextbit einleuchtet. Vom Gerät ist (vorerst) nur eine Version mit 3 GB RAM und 32 GB erhältich. Oben drauf gibt es noch, wie oben bereits erwähnt, 100 GB Cloud-Speicherplatz. Das Robin besitzt zwei Kameras, eine 13 MP Rear-Hauptkamera auf der Rückseite, mit „Phase Detection Autofocus“ und einem Dual-Tone Flash, was eine gute Bildqualität erwarten lässt. Die Frontkamera schießt ihre Bilder mit 5 MP.

Der Bildschirm überzeugt mit 5.2 Zoll und IPS-Technologie und löst mit 1080p auf, was für ein Smartphone vollkommen ausreicht. Ein Bildschirm mit geringerer Auflösung bietet somit auch mehr Akkulaufzeit, die beim Nextbit Robin mit einem 2680 mAh Akku kein Problem sein sollte.

Laut Nextbit gibt es noch zwei Frontlautsprecher, einen Fingerabdrucksensor, NFC, Schnellladung (Quick Charge), WLAN, LTE und GPS.

Preis

Das Robin ist im Moment (noch) in einer Kickstarter-Kampagne, was bedeutet, dass die Entwicklungskosten des Geräts von der breiten Masse getragen werden. Im Umkehrschluss bietet sich dadurch die Möglichkeit, das Robin entweder für 100 $ (schon alle vergeben) oder für 50 $ unter dem Verkaufspreis, von 399 $, zu erwerben. Zum Lieferumfang gehört natürlich das Smartphone in den Farben “Midnight” (dt.: Mitternacht) oder „Mint“ und ein Ladekabel.

Dadurch, dass Nextbit schon über 800.000 $ zugesichert bekommen hat, gibt es für alle noch einen Schnellade-Adapter dazu. Mit 95 $ Versandkosten nach Deutschland ist das Handy bei uns für umgerechnet 399 € zu haben.

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Kickstarter Kampagne

Wer eine Kickstarter-Kampagne plant, sollte wissen, dass es keinesfalls einfach ist, diese finanziert zu bekommen. Man benötigt ein gutes Produkt und eine gute Präsentation. Nextbit hat genau dies gemacht und somit die beanschlagten 500.000 $ innerhalb von 10 Stunden erreicht und sogar bei weitem übertroffen.

Die Kickstarter-Rewards können auf der Webseite anschaut werden.

Dadurch, dass der sogenannte “Stretchgoal” von 700.00$ erreicht wurde, gibt es für alle einen Schnelllade-Adapter dazu.

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Fazit

Das Robin ist etwas neues, cooles aber auch spezielles. Ich finde das Gerät super, brauche jedoch nicht so viel Speicherplatz, dass es sich für mich lohnen würde. Für Leute mit Speicherplatzproblemen ist das Robin deshalb äußerst empfehlenswert. Es verbindet Design mit sehr aktuellen Features, wie z. B. einem Fingerabdrucksensor. Das Robin bietet außerdem Features wie NFC oder Quickcharge mit USB Type C, was bei anderen Geräte, in derselben Preisklasse, kaum zu finden ist!

Quelle: Kickstarter