IFA 2017: Microsoft Keynote – Das war wohl kaum was.

Die Keynote war extra in Halle 26 der IFA geplant worden: Dem Space für die IFA Next – den Innovationen der Innovationen. Und trotzdem konnte Microsoft in seiner Keynote am Freitag leider kaum etwas bieten. Uninspiriert und langweilig kommt das neue Fall Creators Update rüber und die neuen Produkte sind alle ach so „awesome“, aber lest einfach selbst:

Die Verbesserung von Windows Ink Features sind eines der Features des Fall Creators Update.

Das Fall Creators Update in der Übersicht:

Das Line-Up war sogar recht beeindruckend: Terry Myerson und Nick Parker, Mister Windows and Devices, wie Surface, Xbox etc. himself, und der Leiter der OEM-Kontakte präsentierten die Neuerungen im Fall Creators Update und die tollen neuen Geräte, gelauncht von den OEM-Partnern von Microsoft. Schon das Fall Creators Update, dass zwar nur ein kleines Update ist, aber dennoch nicht mit essenziellen Features punkten kann. Angekündigt ist die Erweiterung der Foto App zu einer Foto und Movie App, die den altbekannten Movie Maker ersetzt, die Verbesserung des Windows Inks, welche zwar eine nette Sache ist, aber nur einen Bruchteil der Windows Nutzer erreicht, die Wiedereinführung der OneDrive Files On-Demand, ein wirklich lange gefordertes Feature-Rückkehr, die Verbesserung des Game Modes und tatsächlich sinnvoll die Aufstockung des Windows Defenders, der wohl bei vielen Leuten in Zukunft ein eigenes Antivirenprogramm ersetzten können soll.

In Zukunft wird Windows 10 auch mit Eyetracking steuerbar sein. So wird eine wichtige Lücke für Menschen geschlossen, die auf solche Hilfstechnologien angewiesen sind.

Lichtblicke in Sachen Security und Hilfstechnolgien

Ein besonderer Augenmerk wurde auch auf Windows 10 S gelegt, welches dem Kunden mit den Vorteilen einer längeren Akkulaufzeit der Geräte und einer erhöhten Sicherheit aufgrund des Sandboxing-Prinzips und der ausschließlichen Verwendung der Apps aus dem Windows Store punkten soll. Ein wirklich tolles Feature für das Fall Creators verschiedene Aktionen in Windows 10 in Zukunft bei Augensteuerung und Eye Tracking zu machen. Dies ist natürlich nicht für die klassische Benutzung gedacht, sondern für Menschen, die aufgrund einer Krankheit/anderen Gründen den Rest ihres Körpers nicht bewegen können. Schon mit der weiterhin kostenlosen Upgrademöglichkeit von Windows 7 und 8 auf Windows 10 für Nutzer, die Hilfstechnologien verwenden, hat Microsoft hier ein klares Zeichen gesetzt.

Die kommenden Windows Mixed Reality Brillen von Microsofts OEM Partnern.

Geräte über Geräte!

Im zweiten Teil der Keynote wurden dann die neuen Laptop, Convertible, sowie Gaming Modelle der Hardware Partner von Microsoft vorgestellt. Außer der Tatsache, dass alle von diesen wahnsinnig toll sein sollen, sind tatsächlich einige Geräte dabei, die wirklichen Fortschritt und den richtigen Schritt in Richtung einer konsequenten Evolution gehen. Ob durch die Integration eines Fingerabdruckscanners, die Einführung eines Infinity-Displays bei einem 2-in-1 oder designtechnisch fantastischen Geräten. Im Windows-Angebot findet sich ein Laptop für jedes Angebot. Enttäuschender sind hier die neuen Windows Mixed Reality Brillen, die laut eigener Aussage zwar Abkömmlinge der bekannten HoloLens sind, die Realität und Hologramme miteinander verschmilzt, aber in Wahrheit nur Virtual Reality unterstützen. Diese erscheinen wie auch das Fall Creators Update am 14. Oktober und werden alle ungefähr 300 bis 400 Euro kosten und sind von einer ganzen Reihe von großen OEM Partnern, wie Acer, Asus, Dell etc. erhältlich.

Schreibe einen Kommentar