IFA 2016: Die besten Stände bei Showstoppers!

Die IFA: Der Ort für den Tech-Pilgerreisenden, um die neusten Waschmaschinen von Miele, die schärfsten TVs von Samsung oder die günstigsten Smartphones von Sony zu sehen. Ein Aspekt, den man oftmals aber auch vergisst, sind die ganzen kleinen aufstrebenden Firmen (oder auch Start-Ups), die frisch auf den Markt kommen, neue Ideen liefern und oft auch ganz neue Ansätze zu einzelnen Problemen und Lebensbereichen anbieten.
Zwei Orte besonders innovative Startups zu treffen sind das Showstoppers Event und die IFA TecWatch. Während wir die TecWatch an den öffentlichen IFA-Tagen besuchten, hatten wir an einem der Pressetage auf dem Showstopper-Event die Möglichkeit, eine Veranstaltung für StartUps, um mit der Presse in Kontakt zu kommen, einiges völlig Neues zu sehen und auszuprobieren. Natürlich hat jeder Autor seine ganz eigenen Favoriten, aber seht selbst:

3D Drucker kennt mittlerweile ja jeder: Diese großen Ungetüme, die Kunststoff, Gips und manchmal sogar Metall verarbeiten können. Ein Problem der 3D Drucker ist aber auch, dass diese weder besonders genau, noch besonders filigrane Strukturen drucken können. Dazu kommt, dass das Designen von den erwünschten 3D-Modellen sich am Computer gerade für freischaffende Architekten und Kreative schwierig gestaltet. Gerade bei kleineren Modellen und Designs ist der 3Doodler also genau das Richtige, denn er ermöglicht dem Nutzer eine freihändige 3D-Zeichnung, welcher prinzipiell wie eine Heißklebepistole mit schnell aushärtetem 3D-Druckerkunststoff funktioniert. Das auf der IFA vorgestellte Modell, der 3Doodler PRO, kommt neben Kunststoff auch noch mit Metall, Holz und Nylon problemlos zurecht. Dieser ist allerdings für professionell Freischaffende gedacht, während der 3Doodler Classic beim normalen Endverbraucher seinen Anwendungsbereich findet. 

Mein persönliches Highlight bei der ShowStoppers@IFA war eindeutig die Mischung aus allem. Ich möchte mich da gar nicht auf ein konkretes Produkt festlegen, da dies die anderen tollen Gerätschaften und Ideen in den Schatten stellen würde.
Angefangen mit der Handyhülle für Pokemon GO Spieler, welche einen exakten Ballwurf ermöglicht, über den Stift, mit dem man in 3D malen kann, bis hin zu der modernen Ladestation für alle Geräte, waren die ShowStoppers@IFA ein buntes Sammelsorium an kleinen und großen Firmen, die zum Kennenlernen einluden. Die kulinarische Kulisse war natürlich auch nicht zu verachten.
Ebenfalls erwähnenswert war die tolle Möglichkeit des Networkings mit anderen Kollegen und Gleichgesinnten sowie die einfache Kontaktaufnahme zu großen Firmen. Hier nochmal einen netten Gruß an Parallels und deren Kollegen. Eure Firma hat Networking echt verstanden.

Es gibt Dinge, bei denen weiß man erst, dass man sie gebraucht hätte, wenn es schon zu spät ist. So ist es vermutlich mit dem bei den Showstoppers gelaunchten „tile slim“ der Firma tile Inc. Mit Hilfe dieses kleinen etwa zwei Kreditkarten dicken Gadgets und der dazugehörigen App lassen sich verlorene oder verbummelte Gegenstände wie eine Geldbörse etc. leicht wieder auffinden. Die im  tile slim“ integrierte Batterie ist nicht austauschbar und hält für mindestens ein Jahr. Nach Ablauf dieser Zeit kann ein neues Produkt der Firma zu einem Vorzugspreis erworben werden. In einem ersten Test machte das „tile slim“ einen guten Eindruck. Ein Vergleich mit Konkurrenzprodukten wird auf APPkosmos.de folgen.

Meine Top-Technologie von Showstoppers ist die energous Ladetechnologie. Im Gegensatz zum herkömmlichen Qi-Charging benutzt energous kein induktives Laden, sondern der Strom wird per Infrarot übertragen. Dadurch lassen sich theoretisch Reichweiten von bis zu 15 feet erreichen. energous plant, schon nächstes Jahr bei einigen Herstellern an Bord zu sein. Durch die Technologie entfällt das Ladekabel, da im Gerät ein Empfänger verbaut ist und das Gerät mit einem “USB-Stick” geliefert wird, der als Sender fungiert. Vorerst soll die Technologie bei kleinen Geräten, wie zum Beispiel Bluetooth Headsets, zum Einsatz kommen.

Während der heutigen IFA ist es besonders schwer, an sogenannten „smarten Home-Innovationen“ vorbeizukommen. Die Firma Sen.se hat eine Reihe kleiner Sensoren, mit denen Verschiedenes aufgezeichnet werden kann, vorgestellt. Unter anderem kann die Temperatur und der Schlafrythmus analysiert werden. Es gibt aber auch ein „Peanut“ (so werden diese Sensoren genannt), welches sich die tägliche Einnahme von Tabletten erinnert und merkt, sobald eine Tablette genommen wurde. Die Geräte verwenden eine austauschbare Knopfzellen-Batterie und verbinden sich mit iOS & Android Geräten über Bluetooth 4.0. Die Akkulaufzeit soll ~6 Monate betragen. Zukünftige Integration von IFTTT und Nest bringt die Automation auf ein nächstes Level.

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