Droplr – Ein FileSharing Dienst der anderen Art

Du möchtest schnell eine Datei von A nach B übertragen? Oder vielleicht würdest du gerne ein Screenshot machen und Anmerkungen hinzufügen? Mit Droplr bekommst du unbegrenzten Speicherplatz für Bilder, Dateien, Notizen und Screenshots, die Du alle mittels kurzem Link teilen kannst! Doch hält der Dienst wirklich das, was er verspricht?

Das Internet ist regelrecht überflutet von Filesharing- sowie Cloudspeicherdiensten und täglich kommen neue hinzu. Um sich von der Menge hervorzuheben, versuchen die einen oder anderen Dienste gewisse Besonderheiten auszuarbeiten. Droplr spricht vor allem durch seine Schlichtheit an und setzt den Fokus auf das Wesentliche: Dateien mit anderen Personen teilen. Am besten kann der Dienst mit WeTransfer verglichen werden. Wer einen ähnlichen Dienst für sich selbst aufbauen möchte, sollte unbedingt einen Blick auf Dropshare werfen.

Das 1 Mal 1 von Droplr

Wie bei den meisten Online-Diensten ist die Registrierung binnen weniger Minuten erledigt und man kann sofort loslegen! Statt Ordnern bekommt man eine lange Liste mit allen hochgeladenen Dateien, die mittels Boards und Tags kategorisiert werden können. Über Drag & Drop können neue Dateien hochgeladen werden. Der Großteil der Funktionalität steckt in der Desktop App von Droplr. Wir haben die Mac OS-Version und die Android App unter die Lupe genommen. Droplr erkennt, welche App gerade im Vordergrund läuft, und stellt eigene Tastenkürzel zur Verfügung. So ist es zum Beispiel möglich, in Photoshop mittels ALT + D sofort das derzeit angezeigte Bild in Droplr hochzuladen und den zugehörigen Link zu kopieren. Falls man doch noch Änderungen vornehmen möchte, kann man den Link im Browser einfügen und das Bild mit Text, Objekten etc. anmerken.

In der Desktop App hat man alle seine Dateien auf einen Blick.

Öffentlich, privat oder doch nur fürs Team bestimmt?

Standardmäßig bekommen alle hochgeladenen Dateien einen Link in Form von „d.pr/XXXXXX“ (wobei das X ein Buchstabe oder eine Zahl ist). Diesen Link kann man leider nicht nach Belieben ändern. Im „Pro Plan“ ist es außerdem möglich, eine eigene Domain mit Droplr zu verknüpfen. Beim Teilen eines Links kann man zwischen 3 Optionen auswählen: Öffentlich, Privat und nur fürs Team zugänglich. Bei privaten Links wird man aufgefordert, ein Passwort einzugeben. Links, die mit dem Team geteilt werden, können nur von anderen Droplr Usern, die Teil des Teams sind, gesehen werden.

Die Droplr Toolbar stellt nahezu alle Funktionen zu verfügung.

Preise

Auf den ersten Blick hört sich der angebotene Dienst sehr attraktiv an. Allerdings wird man bei Droplr nicht mit so einer Großzügigkeit begegnet, wie bei Google, OneDrive und Co. Sobald man sich bei Droplr registriert, gibt es 3 verschiedene Abonnements, aus denen man wählen kann. Die gratis Version ist mit maximal 25 Datei-Uploads und nur 30 Sekunden Videoaufnahmen sehr limitiert. Daher kann diese in der Praxis nur für Testzwecke in Verwendung kommen. Der „Personal Plan“ für rund 7 $ im Monat beinhaltet nur einen Account mit unlimitierten Datei-Upload. Beim „Pro Plan“ kann man bereits ab 10 $ im Monat 5 Benutzer registrieren. Bevor man sich für Droplr entscheidet, sollte man sich bewusst sein, dass es sehr viele gratis Speicherlösungen von anderen Anbietern gibt.

Droplr kann auch Screenshots von ganzen Webseiten aufnehmen.

Qualität

Die Konkurrenz von Droplr besteht aus riesigen Unternehmen, die Milliarden Dollar in ihre Entwicklung investiert haben und laufend die Software überprüfen und verbessern. Die wesentlichen Funktionen von Droplr sind gut ausgearbeitet und stabil, jedoch beinhaltet der gesamte Dienst noch immer viele kleine Fehler. Einige Funktionen sind zu sehen, aber nicht zu gebrauchen. So gibt es beispielsweise unter Mac OS einen Button für Emojis, welcher beim Klick das Emoji Dropdown nur für den Bruchteil einer Sekunde darstellt. Beim Starten von Mac OS zeigt die App ein Popup an, welches geschlossen werden muss, da sonst das automatische Verstecken des Docks bei Mac OS nicht funktioniert.

Das Bearbeiten von Bildern ist fast identisch wie bei Skitch von Evernote.

Mobile Unterstützung?

Darüber hinaus ist die Android App eine absolute Katastrophe. Wir haben diesbezüglich sogar das Droplr Team kontaktiert und erfahren, dass die App das Projekt eines Praktikanten war. Dennoch ist es ärgerlich, dass dies nirgends gekennzeichnet ist. Somit fehlen in der Android App beinahe alle Funktionen bis auf den Upload von Bildern und Dateien. Die iOS App ist derzeit nur für den Amerikanischen App Store freigeschaltet, wodurch der gesamte Dienst auf dem iPhone sehr umständlich ist, denn: Allein die mobile Webseite ist nicht optimiert und kaum zu bedienen.

Allein der Versuch, diesen Screenshot über die Android App zu teilen, ist gescheitert. Die App konvertiert nämlich transparente PNG Dateien zu JPEGs.

Fazit: Gute Idee mit schlechter Umsetzung

Droplr User zahlen nicht in erster Linie für den angebotenen Speicherplatz (welcher übrigens in der Amazon Cloud liegt), sondern viel eher für die Funktionen, die Droplr von anderen Anbietern distanzieren. Diese wären die Integration von Tastenkürzeln in Apps und die Möglichkeit mit nur einem Klick eine Datei hochzuladen und den Link zu kopieren. Leider enthält die App noch immer viele Bugs, die bei einem monatlichen Abonnement eigentlich nicht auftreten sollten. Dennoch ist die Anmeldung für den kostenlosen Account sehr empfehlenswert, da man sich nur auf diese Weise den besten Eindruck machen kann.

6.5Score5Funktion7Bedienung7Design6.5Umfang7Editor's Choice

Link zu Droplr.com

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar